Ein beeindruckendes Klangerlebnis bot sich am Samstag am frühen Nachmittag in der Pfarrkirche Zell „Maria Himmelfahrt“. Die Münchner Chorbuben und -mädchen begeisterten mit einem abwechslungsreichen Konzert. Vermutlich war das schöne Wetter, mit den sommerlichen Temperaturen und die Uhrzeit der Grund warum leider nicht viele Besucher gekommen waren. Wer jedoch den Weg in die Kirche fand, wurde mit einem musikalischen Hochgenuss, reich belohnt.
Zu Beginn begrüßte Dekan Ralf Heidenreich die jungen Sängerinnen und Sänger sowie deren Leiterin Johanna Reimann. Sein Dank galt auch Diakon Klaus Schülein, der den Auftritt organisiert hatte. Ebenso galt der Willkommensgruß dem zweiten Dirigenten Bernhard Reimann, eigentlich der ganzen Familie Reimann, sowie dem ganzen Team der Junge Chöre München GmbH. Ein Chor der auf über 70 Jahre Chorgeschichte zurückblicken kann. Für die Begleitung an Klavier du Orgel sorgte zudem Chormitglied Thomas Pastewka.
Bereits der Einzug zum Lied „Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft“ ließ die besondere Atmosphäre erahnen. Am Altar entfaltete sich anschließend ein musikalisches Spektrum, das von geistlichen Gesängen aus verschiedenen Jahrhunderten bis hin zu internationalen Liedern reichte. In mehreren Sprachen – darunter Latein, Englisch und natürlich auch Deutsch – überzeugten die jungen Stimmen durch Ausdruckskraft und harmonisches Zusammenspiel. Der wiederkehrende Zwischenapplaus unterstrich die Begeisterung des Publikums.
Zu den Höhepunkten zählten die eindrucksvolle Darbietung der „Ode an die Freude“ aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven sowie „Odi et amo“ von Carl Orff. Beide Werke wurden mit langanhaltendem Applaus gewürdigt. Auch moderne und weltliche Stücke fanden großen Anklang: Das südafrikanische Lied „Tshotsholoza“, das gefühlvolle „Mad World“ nur von den Chorbuben gesungen, sowie ABBAs „Money, Money, Money“ von allen, zeigten die Vielseitigkeit des Chores.
Nach rund einer Stunde verabschiedeten sich die 38 Sänger mit zwei Zugaben. Die Zuhörer dankten es ihnen mit begeistertem Applaus, stehenden Ovationen und großzügigen Spenden. Viele zeigten sich im Anschluss tief bewegt von der Darbietung und sprachen von einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis in der Zeller Heimatkirche, die mit ihrer tollen Akustik zu diesem musikalischen Meisterwerk beitrug.
Dekan Ralf Heidenreich sprach abschließend seinen Dank an den ganzen Chor aus, hob das Können hervor und lobte die Disziplin. „Das Konzert war wie Balsam für Ohr und Herz“, schwärmte er.
Im Rahmen des Jubiläums der Pfarrei Zell erwies sich das Konzert als durchaus kultureller Höhepunkt – ein Ereignis, das für alle die dabei waren, noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.