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O´zapft is – nicht nur in München!

Während in München das erste Fass zum Beginn des Oktoberfestes angezapft wurde, zeigten sich vergangenen Samstag, die wohl letzten hochsommerlichen Temperaturen in Martinsneukirchen und brachte dabei die Dorfgemeinschaft ganz gut ins Schwitzen. Um 15 Uhr hieß es „Kirtabaum aufstellen“ am Gemeinschaftshaus und zahlreiche Helfer hatten sich eingefunden, um diese schöne Tradition aufrecht zu erhalten.
Bereits einige Tage vorher fanden die Vorbereitungen statt und auch die große Anzahl an Kirta-Küchl, brutzelten schon beim Rausbacken. Am Samstagvormittag holten die Verantwortlichen den Kirtabaum, der in diesem Jahr von Markus Fink gesponsert wurde und schon ging es mit dem Schnitzen und Verzieren los. Die Kirtadearndl und Burschen waren natürlich fleißig dabei. Der geschnitzte Masskrug im Baum, bekam als Schaumkrone verschiedene Bierdeckel – sogar ein „Alkoholfreies“ hatte sich darunter geschmuggelt.
An die Kränze band man zu den blau-weißen Bändern als Höhepunkt noch Lichterketten ran, die in der Nacht leuchteten. Viele starke Männer halfen mit und unter dem Kommando von Johann Weinfurtner stand der Baum nach einiger Zeit. Der Applaus der Zuschauer und eine frische Kirtahalbe vom bereits geöffneten Weizenwagen signalisierten, jetzt ist es soweit, jetzt ist Kirta in Martinsneukirchen.
Zu den Getränken, Kaffee und Kuchen wie leckeren frischen Küchl verweilte man noch im Zelt auf dem Vorplatz bis es abends zum feierlichen Kirchweih-Gottesdienst in die Filialkirche St. Martin ging. Dekan Ralf Heidenreich zelebrierte dazu die feierliche Messe. Im Anschluss spielten der Wolfi, Alois, Konrad und Sepp – besser bekannt als „de Unsern“ - im Gemeindehaus zünftige Blasmusik und leckere Kirtaschmankerl lockten viele Gäste in Tracht an. Zur normalen Speisekarte gab es auch von Albi´s Grillschmankerl saftige Burger. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert, denn der Dorf-Kirta ist nur einmal im Jahr.
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Ende August beginnt die Kirta-Zeit in Schillertswiesen und zur Aufforderung - „Schauts vorbei af a Mass“ – wie es auf den Flyern und Plakaten geheißen hatte, folgten daher auch viele Gäste dem Ruf der Kirtadearndl und Kirtaburschen aus Schillertswiesen. Am Samstag ging es schon in aller Frühe für die Burschen der Kirtagemeinschaft in den Wald um den vorgesehenen Baum zu holen. Gestiftet wurde der Kirtabaum heuer von der Familie Brauner. Ab 9 Uhr halfen die Kirtadearndl dazu und es wurde verziert und geschmückt um für das nun schon 35.Kirchweihfest fertig zu werden, was aber bei der stattlichen und eingespielten Gruppe an Helfern kein Problem war.
Pünktlich um 15 Uhr übernahm Helmut Baumer das Kommando und unter seiner Regie wurde der Baum mit einer Länge von 18 Metern, in die Senkrechte gewuchtet. Ein paar „Hoo ruck“ und schon war nach kurzer Zeit der Baum da, wo er sein sollte, trotz des einsetzenden Regens. Ein Gemeinschaftsfoto mit allen sowie den Nachwuchs-Kirtaburschen und Dearndln gehörte natürlich dazu. Wie es der Brauch ist, gab es im Anschluss frische Kirta-Küchl für die Anwesenden.

Bevor die abendliche Kirtafeier losging, läuteten um kurz vor 18 Uhr die Glocken der festlich geschmückten St. Wolfgangskapelle zur Andacht im Freien. Thomas Baumer, Quirin Zimmermann und der Vorsitzende des Kapellenvereins Helmut Baumer zelebrierten, auch ohne geistlichen Beistand, eine würdige Andachtsfeier mit Gebeten und Gesang. Im Anschluss zogen die Schillertswiesener in schönster Tracht zurück zum Festplatz beim Anwesen Dummer um den Dorfkirta offiziell zu beginnen und zu feiern. Die „Höllbach Rocker“ heizten den Besuchern, auch aus den Nachbargemeinden, „teuflisch guad“ ein. Zum Weizenwagen, gab es erneut einen Aperol-Stand, sowie für die Kinder eine Hüpfburg, die wie immer sehr gut ankam. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, so wie es sein soll. Denn der Dorf-Kirta ist schließlich nur einmal im Jahr.

Am sonnigen Kirtasonntag lockte der Duft von Rollbraten und Grillspezialitäten, die Gäste zum Mittagstisch ab 11:30 Uhr ins Festzelt. Das Trio „SMS“ spielte zünftig auf und erfüllte auch den ein oder anderen Musikwunsch. Die Kuchenecke mit Kaffee, bot eine große Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, Küchl, Torten wie Kleingebäck, passend zur Nachmittagszeit zur „Kaffee-Zeit“. Zünftig und gemütlich ließ man den 35.Kirta in Schillertswiesen, zum Abend hin ausklingen.
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Am Mittwochnachmittag war die offizielle Bauabnahme des Projektes „Kirchen- und Friedhofsmauer Martinsneukirchen“, die sich um die Filialkirche St. Martin in Martinsneukirchen in der Gemeinde Zell, befindet. Warum diese Baumaßnahme notwendig war, erklärte kurz der Projektant Dipl.Ing. Ernst Bräutigam in Kürze. Im März dieses Jahres gab es dazu ebenfalls einen Info-Abend für alle (wir berichteten).
Im Beisein von Dekan Ralf Heidenreich, Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, Franz Mühlbauer - Chef der Baufirma Mühlbauer aus Wiesent, Kirchenpfleger Alois Daschner, Josef Janker und Peter Nebel von der Kirchenverwaltung Martinsneukirchen wurden die Bauarbeiten besichtigt und begutachtet. Die ausgeführten Arbeiten sind gut gelungen und ohne Beanstandungen. Ebenso wurden die Arbeiten des Steinmetzbetriebes Doreth aus Neustadt an der Kulm, geprüft und mit einer kleinen Nachbesserung abgenommen. Die Firma Doreth renovierte außerdem den Sockel am großen Friedhofskreuz. Mit der Abnahme wurde nun die Baumaßnahme somit abgeschlossen. Die beiden Firmen haben eine Gewährleistung von 5 Jahren.
In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Bräutigam werden immer wieder Kontrollen gemacht und wenn nötig Mängel beseitigt. Nach den fünf Jahren fällt die Beweislast auf die Kirchenstiftung. Bei den Erdarbeiten im Friedhof wurden zudem Gebeine freigelegt. Diese wurden gesammelt und durch Dekan Ralf Heidenreich in einer kleinen Beerdigungszeremonie wieder im Friedhof beerdigt.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Instandhaltung erfolgreich bewältigt wurde und auch von der Bevölkerung kamen bisher nur positive Rückmeldungen. Auch das Umfeld der Mauer wurde durch die Maßnahme sowohl innen und außen entsprechend neugestaltet. Insgesamt kann man von einer berücksichtigenswerten Maßnahme mit gutem Ergebnis sprechen, die auch Dank der Eigenleistung von vielen freiwilligen Helfern und mit Unterstützung des Bauhof-Teams der Gemeinde Zell genau im Zeitrahmen durchgeführt wurde.
Dekan Ralf Heidenreich dankte für die saubere und qualifizierte Arbeit an die beiden Baufirmen Mühlbauer und Doreth, dem enormen Einsatz der Kirchenverwaltung, den ortsansässigen Vereinen wie der Jugend, den Feuerwehren Martinsneukirchen und Schillertswiesen, allen Helfern und Unterstützern und hob den Zusammenhalt hervor. Nicht zu vergessen, ein Danke auch für die Unterstützung an die direkt angrenzenden Nachbarn.
„Laut Aussagen von Herrn Mühlbauer und Herrn Bräutigam liegen wir im Kostenrahmen, dennoch bereitet die Bezahlung der bisherigen Kosten der Kirchenverwaltung ein Problem, weil die staatlichen Zuwendungsgeber ihre Zuschüsse heuer nicht mehr auszahlen werden. Diese Situation stellt auch den zweiten und letzten Bauabschnitt in Frage. Vom baulichen Zustand ist dieser aber ebenfalls dringend erforderlich“, so Kirchenpfleger Daschner. Die Kirchenverwaltung bittet deshalb weiterhin um Unterstützung wie Spenden.
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Am vergangenen Mittwochabend feierte die Filialkirche St. Martin in Martinsneukirchen das Fronleichnamsfest mit anschließender Prozession, bei bestem „Heu-Ernte-Wetter“ mit klaren blauem Himmelszelt.
Dekan Ralf Heidenreich zelebrierte dazu die würdige Messe zum wohl prächtigsten Fest im Kirchenjahr, das Hochfest der Eucharistie, der Gegenwart Christi in Leib und Blut. Prächtig vorbereitet mit Birken und auch Blumenteppichen, sowie liebevollen Details, waren die drei Altäre am Bushäuschen nahe der Hauptstraße, beim Anwesen von Max Lindinger und im Hof bei der Familie Pongratz, gegenüber der Kirche. Kanonier Martin Zeitler lies es dazu ordentlich krachen für den Prangertag.

Das Kreuz führte die Fronleichnamsprozession an. Danach gingen die Kerscher Musikanten, die für den richtigen Takt beim ganzen Umgang, sorgten. Der „Himmel“, der Baldachin unter dem Dekan Ralf Heidenreich mit dem Allerheiligsten durch den Ort zog, wurde von vier Himmelsträgern getragen. Nach der Fronleichnamsprozession fand die Monstranz mit dem Allerheiligsten wieder den Weg zurück zur Kirche.
Der Abschlusssegen folgte und mit dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“, endete der Festgottesdienst. Die musikalische Umrahmung in der Kirche übernahm Organist Karl Fries. Dekan Ralf Heidenreich bedankte sich abschließend bei den Verantwortlichen für die gemeinschaftliche Vorbereitung, sowie bei all den Gläubigen, die bei Fronleichnamsprozession in Martinsneukirchen mitgegangen sind.

„Nach der Mess, die Maß“ - Gemeinsam mit der Kerscher-Musikkapelle, die viele auch unter die „Schmidmusikanten“ kennen, zogen die weltlichen und kirchlichen Vereine, sowie alle Prozessionsteilnehmer aus Martinsneukirchen und Schillertswiesen zum Gemeindehaus. Dort hatte die Kirchenverwaltung Martinsneukirchen, bereits im Vorfeld alles zur Bewirtung vorbereitet.
Bei frisch gegrillten Bratwürstl mit Kraut und Getränken ließ man den „Prangertag“ ausklingen. Die Einnahmen der Bewirtung werden als Spende für Sanierung der Kirchen- und Friedhofsmauer Martinsneukirchen verwendet.
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Mit der Sanierung der Kirchen- und Friedhofsmauer soll nun endlich im Frühjahr 2025 begonnen werden. Kirchenpfleger Alois Daschner ist zuversichtlich.
Die Vorgeschichte: Bereits 2011 fand eine Erstbegehung durch die Diözese Regensburg statt, um eine mögliche Einsturzgefahr zu prüfen. Ein späteres Gutachten zeigte, dass die Mauer zwar nicht die erforderliche Standsicherheit hat, aber auch keine akute Einsturzgefahr besteht.
Seit 2011 gab es immer wieder Anläufe, die Mauer zu sanieren. Leider scheiterte die Maßnahme all die Jahre an den fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten. Im vergangenen Jahr konnte zum Glück, mit den staatlichen Stellen und der Diözese eine Lösung gefunden werden. Um eine gesicherte Finanzierung zu erreichen, wurde vereinbart, die Gesamtsanierung in zwei Bauabschnitten durchzuführen.

Für den ersten Bauabschnitt gingen zum Jahresende 2024 die entsprechenden Bewilligungen von den staatlichen Stellen ein. Auch von der Diözese kamen die Genehmigung und die Bewilligung der Mitfinanzierungsanteile. In diesem ersten Bauabschnitt werden die West- und die Nordseite saniert. Das Ausschreibungsverfahren und die Auftragsvergabe fanden dazu bereits statt.
Soweit die Witterungsverhältnisse es zulassen, soll unmittelbar mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. Bis zum 1. August 2025 soll der Bauabschnitt 1 abgeschlossen werden. Laut Kostenschätzung wurden für den ersten Sanierungsabschnitt Kosten von circa 293.000 Euro errechnet. Circa 75% müssen von der Diözese, aus Eigenmitteln und durch Eigenleistung getragen werden. Den Rest finanzieren staatliche, kommunale und Denkmalschutzstellen.
Leider haben die Ausschreibungsergebnisse eine Kostensteigerung von circa 25% ergeben, so dass der Finanzierungsfehlbetrag aus Eigenmitteln erbracht werden muss. Die Kirchenverwaltung Martinsneukirchen, erhofft, dass sich eventuell noch Einsparungen ergeben, weil mit dieser Finanzierungslücke die Eigenmittel bis auf null verbraucht werden. Kirchenpfleger Alois Daschner und die Kirchenverwaltung Martinsneukirchen bitten bei diesem enormen Kraftakt für die Filialkirche um Unterstützung und Mithilfe bei den zu erbringenden Eigenleistungen. Genauso freue man sich um jede einzelne Spende.
Erst nach dem Abschluss des ersten Bauabschnitts können die Bewilligungs- und Finanzierungsanträge für den zweiten Bauabschnitt, die Sanierung der Ost- und Südseite der Mauer (Dorfstraße und Schulstraße), gestellt werden. Wobei für diesen die Finanzierung schwierig werden wird, weil der erste Abschnitt zu 80% der Stützfunktion der Kirche dient. Beim zweiten Bauabschnitt werden 40% der Kirche und 60% dem Friedhof zugeordnet. Hier ist der Anteil der Diözese erheblich niedriger. Nach derzeitigem Stand kann der zweite Bauabschnitt wegen fehlender Eigenmittel nicht realisiert werden.
Mit den direkt betroffenen angrenzenden Nachbarn der Kirche wurden bereits Gespräche geführt. Diesen gilt jetzt schon unser Dank, dass sie der Maßnahme durchaus positiv gegenüberstehen und ihr Mitwirken und ihre Unterstützung zusicherten. Vorab sei aber jetzt schon klargestellt, dass kein Grabbesitzer sein Grab auflösen muss und Grabsteine nicht ohne Einwilligung vorübergehend abgebaut werden. Auch die Gerüchte, dass der einzelne Grabbesitzer, dessen Grabstelle an der Mauer liegt, Kosten zu tragen hat, sind falsch. Bei Fragen stehen die Mitglieder der Kirchenverwaltung jederzeit zur Verfügung.

Kurze Anmerkung zur Geschichte: Die Kirche wie auch die Kirchen- und Friedhofsmauer stehen unter Denkmalschutz. Die Kirche wurde nach dem Brand 1721 zwischen 1723 und 1728 wieder neu errichtet. Die Mauer wurde 1743 von österreichischen Truppen im Zuge des „Österreichischen Erbfolgekriegs“ komplett eingerissen und das Dorf geplündert. Im Raum Falkenstein hatten österreichische und im Raum Wörth französische Truppen ihr Lager eingerichtet. Die Bürger von Martinsneukirchen hatten sich zur Abwehr der Plünderungen zwar Hilfe und Waffen von den französischen Truppen geholt, blieben aber erfolglos.
Die Kirchen- und Friedhofmauer wurde wohl in den folgenden Jahren wieder errichtet. Den Aufzeichnungen ist weiter zu entnehmen, dass Teile der Mauer immer wieder einstürzten und wieder neu errichtet wurden, so z.B. in den Jahren 1814 und 1831. Nach Teileinstürzen 1903 erfolgte eine größere Sanierung an der Westseite und 1929 an der Nordseite. 1903 wurde erstmals die Abdeckung der Mauer mit Granitplatten erwähnt.
Am Sonntag, den 23. März 2025 um 14.00 Uhr findet im Gemeindehaus in Martinsneukirchen eine Infoveranstaltung statt, bei der über die Sanierungs-Maßnahmen der Friedhof-Kirchenmauer berichtet wird. Die ganze Bevölkerung ist dazu eingeladen.




