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Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell
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In Zell da schmeckts nach Kirta

„Ist Sankt Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm“ – folgt man dieser Bauernregel, die genau auf den Allerweltskirta-Sonntag (18.10.) fiel, kann man nur hoffen, dass es doch nicht so kommt, denn das Herbstwetter am Kirta war den Zellern wieder wohlgesonnen. Von 17.10.bis 19.10. hieß es in Zell wieder: „Wer hod Kirta?“ und das drei Tage lang. Die Landjugend Zell pflegt das Brauchtum der Kirchweih und hält die überlieferten Traditionen aufrecht.

Bereits am Freitag machten sich die Kirtaburschen auf, um den Kirtabaum zu schlagen und nach Zell zu bringen. Nach einer nächtlichen Baumwache ging es am Samstagvormittag ans Schnitzen und Schmücken der stattlichen Fichte. Der 31 Meter hohe Baum trägt in diesem Jahr das Gemeindewappen sowie den Schriftzug „KLJB Zell 2026“. Gesponsert wurde der Kirtabaum vom Gasthof zur Post, von der Familie Fuchs. Währenddessen kümmerten sich die Kirtadearndl um die Kränze.

Beim Zuschneiden der Zweige verbreitete sich der würzige Duft frischen Reisigs und weckte die Vorfreude auf das Aufstellen des Kirtabaums. Ganz nach dem Motto: „Da schmeckt’s nach Kirta!“ Natürlich durften auch die blau-weißen Bänder als bayerischer Schmuck nicht fehlen. Am Samstagnachmittag konnte der Baum mit vereinten Kräften in die Senkrechte gebracht werden. Zimmerer Ludwig Wagner übernahm dabei das Kommando. Zahlreiche Zuschauer, darunter viele Kinder, verfolgten das Geschehen am Feuerwehrhaus.

Trotz des bewölkten Himmels, blieb das Wetter trocken und bot gute Bedingungen für das Spektakel. Als der Kirtabaum schließlich sicher stand, ließen die Kirtaburschen ihren Ruf erschallen: „Wer hod Kirta?“ Damit war die Arbeit getan und der gemütliche Teil des Festes konnte beginnen. Die Kirtadearndl verwöhnten die Besucher mit selbst gebackenen Küchl, Kuchen und weiterem Gebäck. Auch ein wohlverdientes Bier durfte für die fleißigen Helfer nach getaner Arbeit nicht fehlen.

kirta zell 2026 bild 2

Für einen besonders kräftigen Auftakt sorgten die Böllerschützen des Schützenvereins Lobenstein, die es lautstark krachen ließen – schließlich ist Kirta nur einmal im Jahr. Am Abend verlagerte sich das Festgeschehen in den Gasthof zur Post der Familie Fuchs. In festlicher Tracht hatte die Landjugend zum Kirtatanz eingeladen. Die Brücklmeier Bouam lieferten die passende musikalische Unterhaltung und sorgten für ausgelassene Stimmung.

Der Sonntag startete mit dem Kirchweihgottesdienst in der Zeller Pfarrkirche. Pfarrer Tinu Nedumbakaran predigte über die Bedeutung des Kirchweihfestes, das an den Geburtstag des Gotteshauses erinnert und ohne dessen Weihe, das Fest nicht denkbar wäre. Danach ging es zum Gasthaus Schwarzfischer.

Dort lockte bereits der verführerische Bratenduft aus der Küche zum Kirchweihmittagessen. Neben den Gerichten der normalen Speisekarte konnten auch Gänse und Enten vorbestellt werden. Am Montag, beim Nachkirta der Wirtsfamilie Schwarzfischer, kam man erneut zusammen, um beim gemeinsamen Mittagessen und abends die Kirchweih gemütlich ausklingen zu lassen.