Bei herbstlich milden Temperaturen und strahlendem Sonnenschein wurde in Martinsneukirchen am Samstag der traditionelle Kirtabaum aufgestellt. Zahlreiche Helfer hatten sich am Gemeindehaus eingefunden, um gemeinsam diese schöne Tradition der Dorfgemeinschaft zu pflegen. Die Vorbereitungen für den Kirta hatten bereits einige Tage zuvor begonnen und traditionell wurden dafür die Küchl rausgebacken.
Am Samstagvormittag konnte der 24 Meter lange Kirtabaum geholt werden, der von der Gemeinde Zell gesponsert wurde. Anschließend machten sich die Kirtadeandl und Kirtaburschen mit viel Eifer ans Schnitzen und Verzieren. Die Kränze wurden mit blau-weißen Bändern geschmückt und zusätzlich mit Lichterketten versehen, die dann am Gipfel und an den Kränzen den Baum in der Nacht erstrahlen ließen. Pünktlich um 15 Uhr begann das Aufstellen und viele kräftige Männer packten gemeinsam an.

Unter dem Kommando von Florian Fuchs wurde der Kirtabaum schließlich aufgerichtet und nach einiger Zeit sicher verankert. Der Applaus der Zuschauer, eine frische Kirtahalbe vom bereits geöffneten Weizenwagen und Küchl mit viel Puderzucker, signalisierten – jetzt ist „Kirta in Neikircha“. Gesellig saß man noch im Zelt auf dem Vorplatz des Gemeindehauses beisammen, ehe die Glocken der Filialkirche St.Martin zum Gottesdienst ertönten.
Dekan Ralf Heidenreich zelebrierte die Messe und anschließend ging es für alle zur Kirtafeier ins Gemeindehaus. Dort sorgten „Mia san de andern“ mit zünftiger Musik für beste Unterhaltung. Dazu wurden traditionelle Kirtaschmankerl serviert, die die zahlreichen Gäste in Tracht genossen.